blah.

I Hate Everything About You            
Es gab schon so viele Gerüchte über die beiden Slytherins, doch sie selbst hatte der Liebe für immer abgeschworen.
Bei ihm war es nicht anders.
Zumindest glaubte sie das.

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Er hatte die Oberhand gehabt.
Wie immer.
Er hasste es, sich untergeben zu müssen und gewiss war sie nicht die erste Person, die dies erfahren musste.
“Ich hasse dich, Malfoy.”
Ohne ihn anzusehen, ohne auf seinen wirklichen Gesichtsausdruck zu achten, den sie in der Dunkelheit des ansonsten leeren Jungenschlafsaals sowieso nicht erkannt hätte, zog sie sich wieder an.
“Ich dich auch, Black.”
Ein seichtes Schulterzucken ihrerseits und sie verschwand aus dem Raum.
Sie bemerkte seine leeren Augen nicht.
Sie bemerkte sie nie.
Sie wusste nicht, wie hart ihn diese Worte in Wirklichkeit trafen.
Zumindest glaubte er das.

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Sie lag auf ihrem Bett.
Flach, auf den Bauch gedreht, das Kissen fest auf den Kopf gepresst, in der Hoffnung, sie könne damit die Stimmen darin dämpfen.
Sie hasste ihn.
Sie hasste ihn dafür, dass er in ihr Gefühle aufwecken ließ, von denen sie glaubte, sie wären endgültig zu Eis gefroren.
Sie biss sich auf die Unterlippe. Zu fest, dass nur Sekunden darauf Blut ihre Haut entlang tropfte.
Es tat weh.
Nicht nur ihre Lippe, auch dieser brennende Schmerz in ihrem Brustkorb. In ihren Augen.
Das weiße Laken war nach nur wenigen Augenblicken feucht. Voller Tränen. Voller Blut.
Sie bemühte sich nicht ihren Kopf anzuheben. Vielleicht würde sie ersticken. Ersticken in stummen Tränen; ersticken, weil ihre Kehle sich immer mehr zusammen zu schnüren schien.
Es war nicht so, dass sie nach jedem einzelnen Mal weinte.
Sie weinte nie.
Sie hatte seit Jahren keine Tränen mehr vergossen. Schon gar nicht für solche Menschen.
Vielleicht war das auch der Grund, warum es sich so schmerzhaft anfühlte..
Es war auch nicht so, dass es ihr nicht gefiel.
Es war nur nicht genug.
Sie wusste, dass es zu viel werden würde. Alleine die Nähe, die Anspannung, das Verlangen, welches schließlich zu Sehnsucht überging.
Es war schon fast lächerlich, was er mit ihr anstellen konnte. Und das nicht alleine körperlich.
Er konnte sie kontrollieren. Sie beherrschen. Und er ahnte nichts davon.
Er konnte sie ausnutzen.
Sie ausnutzen, wie er es schon die ganze Zeit tat. Wie sie es mit ihm tat.
Doch nie hatte sie je derartige Schmerzen dabei gefühlt.
Sie fühlte sich benommen, schläfrig, unfähig zu irgendetwas.
Ihre Augen brannten noch immer, während ihre Tränen langsam zu trocknen begannen.
Es war ein absurdes Gefühl.
Es war jenes Gefühl, welches sie abzuwürgen versucht hatte.
Sie wollte es wegsperren.
Irgendwo, wo sie es nie wieder finden konnte.
Sie fühlte sich nicht nur schwach damit, sondern auch noch wie eine Verräterin. Sie hatte den Pakt mit sich selber gebrochen, hatte sich selbst belogen, hatte Schwäche gezeigt.

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Nur wenige Sekunden darauf fand sie sich an die Wand gedrückt wieder; er hatte ihre Handgelenke gepackt, presste sie neben ihrem Kopf gegen die kalte Steinmauer und sah sie mit durchdringlichem Blick an - den sie nur verächtlich erwiderte.
“Was wird der Dunkle Lord dazu sagen?”
“Was wird dein Vater sagen, wenn ich ihm erzähle, dass ich von seinem Sohn schwanger bin?”
Malfoys höhnische Gesichtszüge entgleisten ihm so schnell, wie sie gekommen waren.
“Du dreckige, kleine Blutsverräterin wüsstest doch nicht einmal, wer der Vater deines Kindes sein würde.” Seine Stimme hatte sich bis hin zu einem wütenden Klang gesenkt.
Und er wurde weggestoßen.
Sie stieß ihn so ruckartig von sich, dass er den Halt verlor und rücklings zu Boden fiel.
Ihr Blick war fest auf ihn fixiert. Ihre Augen verengten sich nur minimal.
Sie wollte gehen.
Sie setzte schon zum Laufen an, bis sie stolperte.
Sie stolperte. Sie fiel, hart, auf den kalten Steinboden, zischte beim Aufprall, als Schmerz ihr linkes Handgelenk durchzuckte.
Wie primitiv.
Er hatte ihr ein Bein gestellt. Das Resultat daraus war, dass sie nun beide auf dem Boden lagen. Jedoch weit genug getrennt voneinander.

» abgebrochen.

18.2.08 21:36


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